Samstag, 3. März 2007

Tag 22

Heut ist Samstag und ich konnte endlich wieder richtig ausschlafen.

Ich wollt zwar eigentlich recht früh zum Hafen von Piräus und danach zum Strand, aber dann war mir der Schlaf doch wichtiger.
Auch als Wiebke und ihre Freundin entschlossen haben zum Strand zu fahren, haben wir das kurzerhand zusammen gemacht und Piräus verschoben. So konnte ich nun endlich mal mit der Tram fahren (die – wie ich gehört habe – seit den Olympischen Spielen 2004 existiert und ein Aushängeschild sein sollte); 30 Cent für Studenten (ich zahle ja immer die Hälfte) für ca. 45 Minuten Fahrt.

Es war so schön warm in der Sonne, allerdings nur um die Mittagsstunden, denn abends wird’s dann schon wieder kühler und ein frischer Wind weht öfter an der Küste und ins Wasser konnte man auch noch nicht, obwohl es schon einige Wagemutige gab.
Wir-am-Strand
Also kann ich meine Flipflops noch nicht abends anziehen…:-(

Am Abend hab ich mal wieder eine weitere Folge von Prison Break geschaut und was für die Uni gelesen.

Ach ja, ich hab von einer Freundin gehört, dass man Paket unbedingt per Luftpost schicken sollte, weil sie sonst auch wochen- oder monatelang unterwegs sein können. Aaaah! Ich brauche meine Sachen, meine Laufschuhe und vor allem mein Ladekabel für die digicam, weil die Speicherkarte allmählich voll ist.

Freitag, 2. März 2007

Tag 21

Ich war schon recht früh wach, obwohl ich erst gegen 4 Uhr ins Bett gekommen bin. Aber da ich heut Morgen keine Uni habe, wollte ich zur Post und nach meinem Paket fragen. Als erstes ging ich zum Syntagma-Square, wo eine Filiale ist und wo ich die Briefe/Postkarten einwerfen kann. Dort hat mir dann gesagt, dass ich zur Paket-Post muss. Also bin ich zum Omonia-Platz (ist nur 2 Metro-Stationen weiter) und habe da nachgefragt. Dort hab man mich dann in der Coumoundourou Street geschickt. Hier war ich nun richtig, allerdings waren nur ältere Pakete hier gelagert. Also soll ich noch warten, hat der gute Mann gesagt. In jeder Poststelle muss man ne Nr. ziehen und wird dann aufgerufen (wie beim Straßenverkehrsamt ;-) ). Aber was soll’s, ich hatte ja sonst nix zu tun. Und es ist besser so, weil sich sonst alle Griechen vordrängeln!

Ironie des Schicksals: Als ich nach Haus kam, hielt mich die Frau, die für die Post zuständig ist, an und erklärte mir auf griechisch, sie kann kein Englisch, ich kein Griechisch, also verständigen wir uns mit Händen und Füßen, dass es (ich dachte gleich an mein Paket) schon oben ist. Dann hätte ich mich gar nicht auf den Weg zur Post machen brauchen!! Aber es war nur ein kleines Paket (ich denke auch für Montag, ich hab’s auch noch nicht aufgemacht).

Da es so warm war, habe ich mich ne Stunde in die Sonne gelegt, und zwar auf dem Dach unseres Haus. Und man gelangt nur über die Feuertreppe rauf (Ich finde sie nicht so sicher, aber was soll ich machen?)

Dann musste ich mich noch aufraffen und bin um 14 Uhr zur Uni, hab in der Mensa gegessen und einen Kurs gehabt (der aber sehr langweilig war, vor allem bei dem Wetter und am Fr. Nachmittag).

Zu Hause habe ich nur noch gegessen und Prison Break geschaut (Kennt einer von euch die Serie? Kann ich bis jetzt nur empfehlen) und dann noch mit meinen Flatmates und ihren Freunden im Wohn-/Esszimmer/Flur auf die Praktikumsstelle von Raphaël angestoßen.

Donnerstag, 1. März 2007

Tag 20

Donnerstag habe ich wieder den gleichen Kurs um 10:30 Uhr wie am Mittwoch.
Da dieser Kurs in der Straße, wo donnerstags immer ein Markt ist, stattfindet, habe ich doch kurzerhand alles für einen Salat eingekauft.
Danach hab ich wieder in der Uni gegessen und bin dann gleich da geblieben und wollte einige wichtige e-mails schreiben.
Ich habe im Prüfungssekretariat nach dem Griechisch-Kurs gefragt und mir wurde bestätigt, dass er mir wohl unter Studium Generale angerechnet werden kann; jetzt muss ich es doch lernen. Aber die Buchstaben sind so schwer. Ich kann noch nicht mal lesen!

Abends: Wiebke kam vorbei und wir haben griechischen Salat gemacht und Bier und Wein und auf dem Weg zur Bar Wodka-Cola getrunken. Es waren schon alle Erasmus-Studenten dort und haben gefeiert. In dieser Bar war die Musik sehr gut und man konnte auch gut tanzen. Die, die schon mal Erasmus gemacht haben, wissen ja wie sowas abgeht. Ich glaube, es gibt ein paar neue Pärchen seit gestern… ;-)
Die Bar ist auch gar nicht mal so weit von mir entfernt, also bin ich auch zu Fuß nach Haus. Allerdings war ich sehr traurig, weil mein Geburtstag immer näher kommt und ich nicht in D mit euch allen feiern kann. Außerdem bin ich, glaub, die älteste von den ganzen Erasmus-Leuten hier!

Mittwoch, 28. Februar 2007

Tag 19

Ich konnte ja so gar nicht aufstehen und mir ging’s überhaupt nicht gut. Ich bin dann endlich um 10 nach 10 aus dem Haus. Da ich es nicht mehr rechtzeitig mit Bus oder Metro oder zu Fuß zum Kurs um 10:30 Uhr geschafft hätte, war meine einzige Möglichkeit, mit dem Taxi zu fahren. Da ich ja schon mal auf war und ich die ersten 2 Wochen testen muss, wie das so in den Kursen läuft, musste ich es mir einfach gönnen. Außerdem zeigte der Zähler lächerliche 3,48 € und ich gab dem Taxifahrer einfach 4 €, weil ich so froh war, dass er mich pünktlich hingebracht hatte. Ich hätte eigentlich erwartet, dass ich wg. des Verkehrs nie um 10:30 in meinem Kursraum sitzen würde, aber ich war die erste! Der Fahrer wusste so einige Schleichwege. Ach ja, kurz bevor ich am Ziel war, stiegen noch weitere Fahrgäste ins Taxi. Das ist hier so üblich, falls die Insassen denselben Weg haben.
So müde und schlecht war mir schon ewig nicht mehr, zumindest kann ich mich nicht daran erinnern. Hatte sogar zwischendurch so ein Gefühl, als ich ob ich ganz schnell an die frische Luft müsste. Und meine Augen konnte ich nur mit Mühe und Not aufhalten.
Heute war mein Motto: Ich trinke nie wieder was (zumindest nicht heute!).

Nachdem diese fürchterlichen 1 ½ Stunden um waren, bin ich mit einer Bulgarin, die aber schon seit 4 Jahren in Deutschland studiert, zum Hauptgebäude und hab versucht, etwas zu essen (hab aber nicht wirklich was runtergekriegt).

Um 12:30 Uhr wollten wir beide uns mit einer aus unserer Gruppe, um ein Buch aus der Bibo (die mal ausnahmsweise auf hatte; weil wenn die Uni bestreikt wird, ist auch alles andere zu) auszuleihen und einiges zu kopieren (hab jetzt einiges zu lesen, aber heute geht nichts).

Zurück bin ich dann mal mit dem Bus gefahren, ermäßigt für 25 Cent.
Leider bin ich viel zu früh ausgestiegen, weil ich dachte, ich hätte ein gelbes Häuschen gesehen, wo man Monatskarten kaufen kann. Also ging die Sucherei los. Aber irgendwann hab ich eins gefunden, was sogar auf hatte und kaufte meine Monatskarte für März für Bus und Metro für 19 €.

Auf dem Rückweg gab es einen Stand mit Obst und so kaufte ich mir leckere Erdbeeren.
Hat ganz schön lang gedauert, bis ich zu Haus war, obwohl ich ja am liebsten den ganzen Tag geschlafen hätte.

Als ich dann endlich hier alles sauber gemacht und Wäsche angestellt hatte, hat es keinen Sinn mehr gemacht zu schlafen, weil ich ja am nächsten Tag wieder früh aufstehen muss.
So habe ich nur Video geschaut und versucht, bis zu einer „normalen“ Schlafenszeit auszuhalten.

Mittwoch, 21. Februar 2007

Tag 12

Es ist Mittwoch und ich kann nach der Party ausschlafen, weil der Kurs, der mittwochs und donnerstags morgens ist, erst morgen anfängt.

Nach 14 Uhr bin ich dann mal zur Uni und hab dort gegessen. Zum Essen: Es ist schon fettig, aber stört mich nicht unbedingt, da es auch meist etwas Gesundes gibt. Die Auswahl ist leider auch nicht so groß, aber man kann immer abwechselnd was anderes essen. Ich würd schon sagen, dass unsere Mensa in PB besser ist, nur dass es hier umsonst ist!
Der Macroeconomics Kurs, der ein reading course ist, war wegen der Themen nicht so mein Fall (war ja im Grundstudium nicht wirklich berauschend bei mir). Also wir trafen den Prof. einmal, damit er uns die Themen austeilt und alles erklärt. Wir müssen einen essay über 10 Seiten schreiben, wofür man 2 Monate Zeit hat und es gibt einen Final Exam Anfang Juni.

Als ich zu Hause war, musste ich mich wieder bissel ausruhen.
Ist grad alles sehr anstrengend für mich.

Gegen 20:30 Uhr war ich dann noch mal in der Mensa Essen, weil um 21 Uhr das Erasmus-Treffen für Bowling war.
Heute waren auch nicht mehr so viele Leute mit, weil sie sich wahrscheinlich noch vom Abend vorher auskurieren mussten.
Das Bowlen war ganz witzig, aber nix besonderes. Es war auch sehr günstig und wir brauchten noch nicht mal Schuhe auszuleihen, was für manche Mädels dann auch nicht so einfach war mit Schuhen mit Absätzen.
Ich hätte auch beinahe gewonnen in der Fast-Mädels-Runde, nur der irische Typ hat es doch noch geschafft, mich in der letzten Runde zu überholen.

Dienstag, 20. Februar 2007

Tag 11

Eigentlich wollte ich so gegen 9 Uhr in der Uni sein und einiges erledigen und nachschauen, wann und wo die Kurse stattfinden.
Aber ich habs erst um 11 Uhr zur Uni geschafft, da ich noch ziemlich lange gelesen habe. Es wird so langsam was.
Alle nötigen Dokumente für die Uni PB und fürs AuslandsBAföG-Amt wurden wir prompt ausgefüllt, und das an einem einzigen Tag.

Mittags über bin ich nach Hause gefahren, hab mich kurz ausgeruht und bin wieder mit der Metro zur Uni.
Der Kurs Economic Sociology fing um 15 Uhr an: Eine US-Amerikanerin leitet ihn und wir besprechen jede Woche ein Kapitel des Buches, wir müssen ein Gruppenprojekt mit 10-minütiger Präsentation machen und es gibt eine Endklausur.

Irgendwie wollte ich nur noch nach Hause und schlafen, konnte aber nur bissel dösen, weil hier doch schon alles hellhörig ist und wenn die Franzosen am frühen Abend heimkommen recht laut sind.

Abends:
Ich hab hier was mit den Flatmates getrunken, wir sind dann zur Pre-Party-WG und zum Schluss zur Ostria-Bar.
Leider ist ein Mädel unterwegs unglücklich gestürzt und auf den Kopf gefallen. (Zur Erklärung, wie es passiert ist: Sie saß wohl in einem Einkaufswagen und die Jungs haben ihn geschoben und dann sind sie wohl über ne Kante oder Loch gefahren und der Wagen ist umgekippt. Ich hab’s nur gehört, aber ich kenn ja einige, die das auch schon mal gemacht haben…)
Nach Hause bin ich mit Marion gelaufen; Audrey saß vor der Haustür und hat auf uns gewartet. Sie hatte Stress mit ihrem Kerl, aber kein Guthaben auf dem Handy und keinen Schlüssel, so haben wir uns ein wenig beeilt.
Freunde von Maëlle und Florian, meinen früheren Mitbewohner, haben hier noch ihre letzte Nacht verbracht, bevor es nach Frankreich ging. Dafür haben sie uns auch einen Wein aus Santorini mitgebracht.
Also wer mich besuchen möchte, einfach eine Matratze mitbringen.

Montag, 19. Februar 2007

Tag 10

Heut ist ein Nationalfeiertag hier, deswegen ist die Uni und vieles mehr auch geschlossen.
Auf Englisch heißt er „Cleaning Monday“, also könnte es so etwas sein wie bei uns der Aschermittwoch. Und ich faste auch bis Ostern! Aber nur Chips.

Ich bin recht früh aufgestanden und da ich ganz allein in der Wohnung bin, konnte ich am Laptop frühstücken und telefonieren.

Nach dem Mittag habe ich mit Wiebke auf einen Kaffee getroffen. Wir sind dann durch die Altstadt (Plaka) geschlendert und ich hab was eingekauft (aber bis jetzt wirklich nicht viel).

Da wir meist auch noch was anschauen wollen, sind wir zum Panathenäischen Stadion (Antikes Olympia-Stadion) gelaufen (also sehr viel kann man hier zu Fuß erkunden).

Gegenüber dem antiken Olympiastadion befindet sich das Karaiskáki-Denkmal, es ist ein Reiterdenkmal des Generals Geórgios Karaiskákis von 1827.
Mein Rückweg führte am Nationalpark und an der Residenz des Staatspräsidenten vorbei.

Außerdem habe ich heut neue Fotos hochgeladen! Aber sind recht viele und ich bin erst beim 4. Tag angelangt. Also habt Geduld!

Abends habe ich mir was zu Essen bei Goody´s geholt und Video geschaut und gelesen. Muss ja morgen früh zur Uni!

Sonntag, 18. Februar 2007

9. Tag, SO, den 18.02.07

Also heute war ein typischer Sonntag! (Nur, dass jemand an meiner Seite gefehlt hat :-(.)
Ich habe ausgeschlafen, danach gelesen und wieder geschlafen.
Irgendwann bin ich dann auch aufgewacht, weil es recht laut war in der Wohnung. Die Jungs haben das Regal (oh, hab ich vergessen zu erwähnen gestern) und den Tisch für die Küche aufgebaut und die Mädels alles aus dem Kühlschrank raus- und wieder eingeräumt. Die beiden haben auch ganz schön viele Sachen angesammelt, weil sie ja schon n halbes Jahr hier sind und nur von ihrer alten in diese Wohnung gezogen sind.
Ich hab dann auch meinen IKEA-Nachttisch aufgebaut und nachmittags haben wir alle zusammen gegessen. Es gab Nudeln mit so ner Stinkekäse-Sauce, aber sehr lecker. Ich brauche Rezepte, damit ich denen hier auch mal was kochen kann. Also schickt mir, was ihr habt.
Abends hab ich die 1. Folge der 3. Staffel Desperate Housewives auf Englisch mit französischen Untertiteln geschaut und gelesen (ist noch ganz schön anstrengend, so viel auf Englisch zu lesen). Die Franzosen guckten den neuen Bond-Film. Apropos Filme: Könnt ihr mir was empfehlen? Hier gibt es jede Menge Kinos oder die anderen haben vielleicht auch einige Filme, die sie mir leihen können.
Happy Birthday an Ute!!
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