Montag, 19. März 2007

Tag 38

Heute ist nichts Außergewöhnliches passiert.
Ich habe ja immer lange Uni und danach war ich dann nur in einem anderen Supermarkt (nahe der Uni, da muss man wenigstens nicht so lange an der Kasse anstehen!) einkaufen und ich habe Geld abgehoben (nach einigem Drücken verschiedener Knöpfe bekam ich sogar den richtigen Betrag heraus!).
Abends hab ich Obst gegessen und mein Tagebuch weiter geschrieben und etwas für die Uni gelesen.

Sonntag, 18. März 2007

Tag 37

Kap Sounion

Um 13 Uhr habe ich mich mit Wiebke und ihren Eltern am Syntagma getroffen, weil mir der Mitarbeiter von der Touristen-Information gesagt hatte, dass die Busse um 20 nach in der Parallelstraße losfahren.
Als wir dort ankamen, stand auf dem Plan allerdings, dass der Bus an der Hauptbushaltestelle um 30 losfährt, also konnte der Bus hier erst gegen 20 vor ankommen. Vielleicht hat der gute Info-Mann das auch gemeint ;-). Nun gut, in Griechenland muss man sich freuen, wenn die Busse überhaupt kommen. Also hat das Warten uns in der Sonne nichts ausgemacht.
Die 1 ½-stündige Fahrt zum südlichsten Punkt des attischen Festlandes kostete für die anderen 5,40 € und für mich 4,10 €. Allerdings wurde ich eingeladen und musste nichts zahlen. Ganz lieben Gruß und Dank hiermit an Family L!

Die Fahrt entlang der malerischen Küste war lohnenswert, da wir viele sehr schöne Buchten und Orte hatten sehen können. (Da kann man die nächsten Monate schon den einen oder anderen Abstecher hin machen.)

Mein erster Eindruck war ein bisschen, wie soll ich sagen, enttäuschend.
Tempel-in-klein
Ich hatte mir den Tempel viel größer vorgestellt. Aber vielleicht täuscht dies auch nur, da der schroffe Felsvorsprung, auf dem der Poseidon-Tempel steht, 65 Meter tief ins Meer abfällt. Außerdem sind nur noch 16 der schlanken dorischen Säulen aus Agrilesa-Marmor erhalten.
Tempel-4
Jedoch ist der Blick vom Tempel imposant: Er reicht bis nach Ägina und zum Peloponnes im Westen und Kea, Kithnos und Serifos im Südosten.
Ausblick1
Für die antiken Seefahrer war der Anblick immer ein Trost, da sie wussten, dass die Heimat nicht mehr allzu fern ist. Der Sonnenuntergang war auch sehr schön, nur im Sommer wird es noch viel schöner sein.
Sonnenuntergang

Die 70 km zurück zogen sich ganz schön lang hin, vor allem, weil keiner von uns ein richtiges Mittagessen hatte und jeder sehr hungrig war. Da alle, auch viele Einheimische, zurück in die Stadt wollten, gab es auf der 3-spurigen Straße über einige Kilometer zähfließenden Verkehr (da wünscht man sich doch einen Roller herbei).

Zum krönenden Abschluss dieses wunderschönen Wochenendes gab es Gyros in einem typisch griechischen Restaurant, in dem oft der griechische Staatspräsident diniert und auf vielen Fotos verewigt ist, aber die Preise dennoch nicht gesalzen sind.
griechisches-Restaurant

Samstag, 17. März 2007

Tag 36

Um kurz vor 6 Uhr war der Missed-Call von Wiebke mein Wecker für heute.

Gegen viertel vor 7 sind wir dann mit der Metro nach Piräus.

Wir waren auch sehr zeitig da, aber unser flying dolphin wartete auch schon auf uns.
flying-dolphin
Leider konnten wir nur durch die (sehr dreckigen) Scheiben nach draußen schauen, da es ein Speed-Boat war und es kein Außen-Deck gibt. Dafür haben wir die Zeit sinnvoll mit Schlafen verbringen können, (obwohl es für den Preis eigentlich zu schade ist: Ich habe hin und zurück um die 30 € und Wiebke um die 40 € bezahlt; da weiß man auch, warum Hydra als die „Diva im Saronischen Golf“ bezeichnet wird).

Auf Hydra angekommen, suchten wir zunächst Saitis Tours, die einen nützlichen Führer „Holidays in Hydra“ haben sollten, der in Englisch und auch noch umsonst ist. Leider war der ausgegangen. So erstand Wiebke eine Karte von mehreren Saronischen Inseln zusammen, die allerdings nicht sehr hilfreich war.
Die Inseln im Saronischen Golf liegen südlich von Athen. Dazu gehören die Inseln Salamina, Ägina, Angistri, Poros, Hydra und Spetses.
Heute stand die Insel Hydra mit seinem beispielhaften Hafen („ein Amphitheater aus weißen und pastellfarbenen Häusern, die rund um den halbkreisförmigen Hafen ansteigen“) auf dem Programm.
Hafen1

So machten wir uns auch ohne eine „richtige“ Straßenkarte auf den Weg zum Kloster und zum Berg Eros (588 m) und somit dem höchsten Punkt der Saronischen Inseln auf.

Der Weg hinauf war sehr lang, sehr hart, manchmal sehr steil und ziemlich heiß. Dennoch haben wir nicht aufgegeben und nach nicht ganz 2 Stunden und nach einigen kleinen Trink-Pausen und ordentlichem Fluchen haben wir es geschafft.
kleine-Rast
Außerdem war es sehr gut, dass wir so früh dort oben waren, da wir allein mit dem Mönch waren und das Kloster von 13 bis 16 Uhr geschlossen hat. Also konnten wir uns die Kapelle und das Kloster in Ruhe besichtigen
vorm-Kloster
und danach gemütlich und in aller Stille picknicken. Auf der Insel herrscht wirkliche Stille (abgesehen vom Vogel-Gezwitscher). Das komplette Gegenteil zur Hektik und zum Lärm von Athen.
Hydra gönnt sich nämlich einen Luxus: Es gibt keine Autos, keine Mofas, keine Motorräder. Allein Müllwagen sind erlaubt.
Muellwagen-auf-Hydra
Die wichtigsten Transportmittel sind Esel und Maultiere, die in Hundertschaften vorkommen.
Transportmittel

Vom Berg herunter sind wir dann einen anderen Weg durch die engen und schönen Gässchen gegangen.
Gaesschen-mit-Kaetzchen
Und wir haben in einer typisch griechischen Taverne, in der es keine Karte gibt, sondern man sich das Essen drinnen einfach aussucht, gegessen.

Freitag, 16. März 2007

Tag 35

Wenn heute der 13. wäre, könnte ich es sogar begründen, dass es ein echter „Freitag, der 13.“ war.
Nachdem ich schon um 10 Uhr aufgestanden bin und alles bis zu meinem Kurs um 15 Uhr erledigen wollte, funktionierte als erstes das Internet nicht. So konnte ich nicht das Wetter für übernächstes WE für Ägina nachschauen. Na ja, dann bin ich Touri-Info gegangen: Dort war ich dann auch nicht sehr erfolgreich; habe keine time schedules bekommen, nur mündliche Info, die meiner Meinung nach auch nur dürftig ausfiel.
Daraufhin bin ich zur Ferry Company, um die Tickets für meinen Trip mit Tobias zu kaufen: Natürlich waren keine Plätze mehr auf der Fähre für den 26.03., also musste ich Tickets für einen anderen Hafen kaufen.
Für Hydra hatten wir Glück, aber die Tickets waren nicht so billig, auch für mich als Studentin nicht.

Unterwegs habe ich allerdings das süßeste Hundebaby gesehen..
das süßeste Hundebaby der Welt

Mit der Metro (hier tragen alle Sonnenbrillen in der U-Bahn, das musste ich festhalten:
Sonnenbrillen in der Metro)
am Syntagma angekommen, wollte ich nur noch eine Postkarte zu Ende schreiben und sie einwerfen. Da alle Bänke besetzt waren, setzte ich mich zu einer Frau dazu, als dann noch eine Frau sich zwischen uns setzte und ihr ganzes Brot an die Tauben verfütterte, wurde es mir zu viel. Hier gibt es so viele Tauben, das ist nicht mehr schön (fast wie in Venedig, glaube ich und ich habe noch keine einzige Eule gesehen).

Dann dachte ich, dass ich noch „schnell“ im Champion einkaufen könnte. Aber ich habe unendlich lang anner Kasse angestanden, obwohl ich nur 6 Teile hatte. Na ja, wenigstens gab es etwas Amüsantes. Es laufen hier auch Gestalten rum, eine Frau wollte ich ganz dreist vordrängeln und meinte, dass sie so wenig im Korb hätte usw. Hier wollen sich alle und überall vordrängeln! Da muss man schon aufpassen.

Da ich fast über ne dreiviertel Std. im Supermarkt verbracht habe, musste ich nun schnell duschen, ganz schnell was essen und zum Kurs hetzen (obwohl es mir auch so langsam egal wird, ob ich zu spät komme). Der Teacher kam noch später und dann haben wir auch noch früher aufgehört. Da geh ich nur noch einmal hin, um meinen Termin für unsere Gruppen-Präsi zu erfahren. Hätte mir überhaupt keinen Stress machen brauchen. I don´t care any more!

Zurück bin ich mit dem Bus gefahren: Da hat mich eine Frau blöd angemacht (weil ich wahrscheinlich im Weg stand), aber hier macht eh niemand niemals Platz, hier wird nicht gewartet, bis man ausgestiegen ist; sei es im Bus oder U-Bahn.

Wenigstens war der Abend schön. Ich habe zusammen mit den Flatmates gegessen. Audrey und Raphaël haben gekocht.
Die Köche
Es war sehr lecker. Dazu gab es Wein und nette Gespräche. Kann nur sagen, dass ich schon Glück mit meiner Wohnung gehabt habe.

Leider bin ich nicht früh ins Bett gekommen, da ich noch einiges im Internet nachgeschaut habe.

Donnerstag, 15. März 2007

Tag 34

Morgens sind alle Kurse wegen der großen Demonstration (die Sicherheitsmaßnahmen waren noch höher, da größere Ausschreitungen angekündigt waren, besonders auch weil Putin zu Besuch ist) ausgefallen. Allerdings haben wir erst davon erfahren, als wir in unseren Räumen waren. Da donnerstags immer Markt in der Straße ist, habe ich einiges eingekauft (und wieder ne Banane und 2 Kiwis umsonst bekommen).
Auf dem Markt bin ich zufällig Tina und Ylfa begegnet und dann haben wir Frappé getrunken und einige andere Erasmus-Leute getroffen.
Anstatt des Kurses gabs Frappe

Jedoch fuhren die Busse nicht mehr zum Syntagma, so dass ich den Rest laufen musste.

Dann bin ich nach Haus und mit meinem Laptop auf unser Dach. Das war so toll, dass ich gar nicht mehr zum Griechisch-Kurs wollte, aber ich kann mir ja nicht schon am Anfang alle Fehlstunden ausreizen. Nur fiel es mir seeeehr schwer, wieder aus der Sonne zu gehen...
Ich auf unserem Dach

Abends habe ich nur noch mit den flatmates Wein getrunken und mit Wiebke nach Fähren für unsere weiteren Trips geschaut.

Mittwoch, 14. März 2007

Tag 33

Nach der Uni wollte ich meine Bank-Karte ausprobieren. Leider kann man die Sprache wegen der gr. Karte nicht ändern. Also konnte ich nichts lesen. Geld abheben würde ich noch irgendwie schaffen, aber meinen Kontostand konnte ich nicht abrufen. So bin ich jetzt auf griechisch-sprechende Hilfe angewiesen.

Nachmittags bin ich noch ins Reisebüro hier gegangen, um zu sehen, ob die mir noch günstigere oder bessere Sachen anbieten können. Nur leider ist es teurer, dafür wäre es aber einfacher.
Nun bin ich aber der Meinung, dass ich über alles Bescheid weiß, um unseren Urlaub und alle Tickets individuell zu buchen bzw. zu kaufen.

Dienstag, 13. März 2007

Tag 32

Heute kamen endlich meine Laufschuhe zum Einsatz. In der Nähe unserer Wohnung ist der Nationalpark und da kann man sehr gut laufen.

Endlich habe ich auch Antwort auf meine Anfrage für ein Zimmer für die Ferien bekommen. Jetzt muss ich nur noch die Preise vergleichen und entscheiden.

Ich habe vor der Uni meinen PIN bei der Bank abgeholt. Ich habe gestern schon Geld von meinem dt. Konto überwiesen. Mal sehen, ob die EU-Überweisung wirklich nichts gekostet hat und wie lange es dauert.

Nach 17 Uhr habe ich Tina und Ylfa am Syntagma abgeholt und wir sind an der Touristeninformation vorbei und dann zum neuen Starbucks (Wiebke und ich hatten am WE dafür Gutscheine bekommen: 2für1). Außerdem konnten die beiden anderen im Internet surfen.

Abends haben mich Ylfa und Tina spontan zum Lasagne-Essen zu sich nach Hause eingeladen und da bin ich auch versackt, war ein sehr netter und lustiger Abend. Und die beiden waren ganz lieb und haben mich nach Haus gebracht, da um die Uhrzeit kein Busse und keine Metro mehr fuhr.

Montag, 12. März 2007

Tag 31

Für Mama!
Blumen1

Happy Birthday to Sarah and Frank!!!
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